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Über das perfekte Foto

Da stand ich also, an diesem gänzlich unperfekten Tag, nach einer nicht erholsamen Nacht, mit viel zu vielen Negativbildern von mir im Kopf und diesem großen Fototermin am Nachmittag...

 

Der reinste Horror für jede(n) Perfektionisti/en.

 

Aber was blieb mir übrig? Würde ich auf den einen großen Tag warten, an dem ich meinem inneren Idealbild entspäche, so würde es niemals ein aktuelles Foto von mir geben. Also gab ich mir einen Ruck und packte neben Makeup, Outfits und Haarspray vor allen Dingen eines ins Gepäck: die Gewissheit, dass ich Lebenserfahrung, Freude, Warmherzigkeit und viele gelebte Jahre sowieso nicht schminken, anziehen oder frisieren kann.

 

Und so ist der Termin dann doch noch sehr schön verlaufen. Nette Fotografin, tolles Ambiente und ich wurde immer lockerer.

 

Wie ich die fertigen Bilder finde? Also, mein unperfektes Ich sagt: alles gut! So sehe ich JETZT aus. Alles fließt. Auch die Zeit. :-)

 

Und das perfektionistische Ich habe ich zum Mond und in die Wüste geschickt. Dort kann es dann auf den einen perfekten Moment warten, an dem alles so ist, wie es niemals werden wird.

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