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Zutiefst menschlich.

Solidarität.
Nur zusammen schaffen wir alles.

Als ich gestern meinen kleinen "Klopapiertext" veröffentlichte, habe ich nicht mit solch einer überwältigenden Resonanz gerechnet. Ich wollte eigentlich nur eine Momentaufnahme aufzeigen, und auch zeigen, dass selbst solche Mega-Optimisten wie ich die Nerven blank liegen haben in Corona-Zeiten. Ich dachte, es sei sinn- und auch wertvoll, das zu teilen und vielleicht den Einen oder die Andere zu berühren.

 

Und ich habe ganz offensichtlich berührt! Ich habe durch meinen Artikel erfahren, dass es offenbar Menschen gibt, die Klopapier bunkern und zu Wucherpreisen verkaufen (wusste ich bis dato nicht! Danke für die Info.). Dass es Menschen gibt, die, wie ich, manchmal einfach in Tränen ausbrechen. Dass mir lediglich per Internet bekannte und ansosten wildfremde Personen plötzlich anbieten, ihren Klopapier-Vorrat mit mir zu teilen.

 

Ich bin wirklich bewegt. All' das, und noch viel mehr, wird jetzt durch die Corona-Krise ans Tageslicht gespült. Ich finde alles, ja, auch das Hamstern, zutiefst menschlich. Es tut so gut, dass wir zwar jetzt Masken nähen und tragen, aber dafür andere Masken fallen, und wir uns alle so zeigen, wie wir jetzt, in diesem Augenblick, sind. Und wir spüren mehr denn je, wie sehr wir miteinander verbunden sind - auch in unseren Schatten. Ich wünsche mir, dass wir aufhören können, Andere misstrauisch zu beäugen, nur, weil sie vielleicht 20 cm zu nah an uns vorbeigehen (wer kann sich denn davon schon freisprechen?), oder weil sie "zu alt" sind, um einkaufen zu gehen. Ich wünsche mir, dass wir es schaffen, unsere Waren und Güter gut miteinander zu teilen.

 

Ich wünsche mir, dass wir es schaffen. Dass wir es einfach schaffen.

 

Wir alle tragen jetzt das Paket, das wir tragen können. Und alle tragen ihren Teil dazu bei, es zu schaffen, auch diejenigen, die hamstern. Das habe ich gestern verstanden. Zumindest gefühlt, ich kann es nicht besser in Worte kleiden.

 

Mehr denn je spüre ich, wie gut die Übung von Matthias Roth ist: "Bleibe in der Wahrnehmung." Ich atme und spüre: wie geht es mir jetzt, in diesem Augenblick? Und ich kann sagen: sehr gut. Ich bin dankbar für so viel Gefühl, auch wenn es manchmal kaum auszuhalten ist.

 

Und ich weiss: was es jetzt braucht, ist Freude am Leben, an der Sonne und an den Menschen. An allen.

Zukunft und Corona
Zusammen, und nur zusammen erschaffen wir unsere Zukunft.

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